Finanzierung

Spitexleistungen lassen sich unterteilen in

  • Ärztlich verordnete kassenpflichtige Leistungen (ambulante Pflege und ambulante Akut- und Übergangspflege nach KVG)
  • Nicht-Kassenpflichtige Leistungen (z.b. Hauswirtschaft)

Kassenpflichtige Pflegeleistungen zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) werden zu schweizweit einheitlich festgelegten Beiträgen verrechnet.

Nachfolgende Beiträge der Versicherer gelten ab 1. Januar 2011
Tarif 1  Abklärung/Beratung: Fr. 79.80 
Tarif 2  Untersuchung und Behandlung: Fr. 65.40
Tarif 3  Grundpflege: Fr. 54.60 

Neben den Krankenversicherern tragen die Leistungsbezüger mittels einer Patientenbeteiligung (10%, bis max. Fr. 15.95 pro Tag) sowie die Wohngemeinde mittels der Restfinanzierung zur Kostenabdeckung bei.

Neben diesen Beiträgen an die erbrachten Pflegeleistungen leisten die Gemeinden gemäss kantonalem KVG Beiträge zur Abgeltung der sogenannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Zu diesen gehören die Sicherstellung des Service public (umfassende Versorgungs- und Aufnahmepflicht, allgemeine Erreichbarkeit und Zugänglichkeit, Information und Beratung von Angehörigen, Bevölkerung und Institutionen); die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Koordination (Case Management) sowie Leistungen als Ausbildungsbtrieb.

Hauswirtschaftliche Leistungen sind nur bei einer abgeschlossenen Zusatzversicherung kassenpflichtig. Die Tarife für diese Leistungen werden von den Spitexorganisationen festgelegt. Dabei werden Mitglieder in der Regel mit günstigeren Tarifen belohnt.

Die Spitex-Tarife sind nicht kostendeckend. Die öffenliche Hand übernimmt rund 1/3 der Kosten.

Von den gesamten Gesundheitskosten, die die Krankenkassen in der Grundversicherung aufwenden, entfallen lediglich 2% auf die Spitex.