Finanzierung

Spitexleistungen lassen sich unterteilen in

  • Ärztlich verordnete kassenpflichtige Leistungen (ambulante Pflege und ambulante Akut- und Übergangspflege nach KVG)
  • Nicht-Kassenpflichtige Leistungen (z.b. Hauswirtschaft und Sozialbetreuung)

Kassenpflichtige Pflegeleistungen zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) werden zu schweizweit einheitlich festgelegten Beiträgen verrechnet. Diese werden vom Bundesrat erlassen.

Nachfolgende Beiträge der Versicherer gelten ab 1. Januar 2020
Tarif 1  Abklärung/Beratung: Fr. 76.90 
Tarif 2  Untersuchung und Behandlung: Fr. 63.00
Tarif 3  Grundpflege: Fr. 52.60 

Neben den Krankenversicherern tragen die Leistungsbezüger mittels einer Patientenbeteiligung (10%, bis max. Fr. 15.35 pro Tag) sowie die Wohngemeinde mittels die Restfinanzierung zur Kostendeckung bei.

Patientenbeteiligung
Die Patientenbeteiligung wird bei Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung erhoben. PatientInnen unter 18 Jahren sind davon befreit.
Für Pflegeleistungen, die über andere Sozialversicherungen wie Unfallversicherung, Invalidenversicherung oder Militärversicherung abgerechnet werden, wird keine Patientenbeteiligung in Rechnung gestellt.
Ausnahme: PatientInnen, die über die Krankenversicherung unfallversichert sind (Nicht erwerbstätige Personen, Personen im AHV-Alter). 

Abgeltung Service public durch die Gemeinden
Neben den Beiträgen an die erbrachten Pflegeleistungen leisten die Gemeinden gemäss kantonalem KVG Beiträge zur Abgeltung der sogenannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Zu diesen gehören die Sicherstellung des Service public (umfassende Versorgungs- und Aufnahmepflicht, allgemeine Erreichbarkeit und Zugänglichkeit, Information und Beratung von Angehörigen, Bevölkerung und Institutionen); die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Koordination (Case Management) sowie Leistungen als Ausbildungsbtrieb.

Hauswirtschaftliche und Sozialbetreuerische Leistungen sind nur bei einer abgeschlossenen Zusatzversicherung kassenpflichtig. Informationen bezüglich den Leistungen erhalten Sie von Ihrer Krankenversicherung.
Die Tarife für die Leistungen werden von den Spitexorganisationen festgelegt. Dabei werden Mitglieder in der Regel mit günstigeren Tarifen belohnt.

Die Spitex-Tarife sind nicht kostendeckend. Die öffenliche Hand übernimmt rund 1/3 der Kosten.

Von den gesamten Gesundheitskosten, die die Krankenkassen in der Grundversicherung aufwenden, entfallen lediglich 2% auf die Spitex.